NEWS (10.01.2011)

Bezirksliga Männer 1:
HSG Weinstadt -
SV Weinstadt   27:26 (13:15)

Bittere Derbyniederlage

Nachdem beide Teams mit einem Banner („Gemeinsam für Weinstadt!“) vor rund 500 Zuschauern in Endersbach für eine gemeinsame sportliche Zukunft geworben hatten, gelang den Hausherren der HSG der bessere Start in die Partie. Den Vorsprung beim Stande von 4:1 konnte der SVW jedoch rasch egalisieren, bis zum 9:9 hielten sich die Torerfolge auf beiden Seiten die Waage. Nun gewannen die Gäste etwas Oberwasser, eine Zwei-Tore-Führung konnte der SV in die Kabine bringen.

Nach der Pause waren es dann auch die in Front liegenden Männer des Trainergespanns Grainsperger / Herrmann (sie vertraten den kranken Matze Ihl), die das Heft in die Hand nahmen. Beim 15:19 lagen die Blauweißen vier Tore in Front und hatten das Spiel scheinbar im Griff.

Doch dass die HSG sich niemals aufgibt und sich schon mehrmals nach einem Rückstand wieder herangekämpft hat, sollte sich im Bezirk bereits herumgesprochen haben. Mit starken Abschlüssen und schnellen Gegenstößen glichen die Hausherren unter dem Beifall der Anhängerschaft zum 19:19 aus und nutzten die Angriffsschwäche der Gäste. Nun wogte das Spiel hin und her, beim 26:25 wenige Minuten vor Schluss legte die HSG einen Zähler vor. Doch der SV konnte ausgleichen und einen weiteren Angriff der Endersbacher abwehren.

Dann folgte eine turbulente Schlussphase. Noch eine Minute zu spielen – Spielstand 26:26 – Ballbesitz SV Weinstadt. Vatsche Sarantis machte das, was sich in dieser Situation anbot. Er suchte den Zweikampf, ließ sich foulen. Doch der überfällige Freiwurf wurde den Gästen verwehrt, stattdessen entschieden die Schiedsrichter auf Schrittfehler: Ballbesitz HSG. Dass diese den Freiwurf dann mindestens fünf Meter vom eigentlichen Geschehen entfernt ausführten, störte die Unparteiischen wenig. Die HSG verwandelte den Gegenstoß, dem SV blieben noch etwa 15 Sekunden, um erneut auszugleichen. Nun aber zeigten sich die Herren mit der Pfeife doch von ihrer pingeligen Seite, pfiffen das schnelle Anspiel konsequent zurück, da ein Spieler die Mittellinie zu früh übertreten hatte. Die Chance war dahin, der letzte Freiwurf für Weinstadt landete im Toraus.

Fazit: Ein Unentschieden wäre dem Spiel wohl gerecht geworden. Dennoch: Ein Blick auf die Zeitstrafen zeigt, dass die HSG insgesamt 10 Minuten in Unterzahl spielte, während der SV kein einziges Mal die zwei gestreckten Finger der Schiedsrichter sah. Wer das nicht ausnutzt, ist am Ende selbst Schuld, bei allem Ärger über die fatalen Entscheidungen der Schlussminuten.

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